Junge Menschen in Deutschland sparen gut ein Fünftel ihres verfügbaren Einkommens. Von durchschnittlich 480 Euro, die Jugendlichen monatlich zur Verfügung stehen, legen sie 98 Euro zurück. Damit ist der Sparanteil der Jugendlichen und jungen Erwachsenen deutlich höher als die Sparquote der privaten Haushalte in Deutschland, die im Jahr 2009 bei 11,3 Prozent lag. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Deutschen Bank unter Schülern, Auszubildenden, Studenten und Berufstätigen im Alter zwischen 14 und 25 Jahren.
Bemerkenswert ist, so das Geldinstitut, dass auf breiter Front gespart wird: vier von fünf Jugendlichen legen regelmäßig Geld auf die hohe Kante. Männer sparen mit 112 Euro monatlich im Schnitt mehr als Frauen mit 86 Euro. Allerdings verfügen junge Männer mit durchschnittlich 505 Euro pro Monat auch über mehr Einkommen als junge Frauen mit 456 Euro. Die Einnahmen stammen aus Taschengeld, Nebenjobs, Ausbildung und Berufstätigkeit.
Die Sparwut hat natürlich einen guten Grund: In die Zukunft schaut die junge Generation nämlich nicht gerade hoffnungsvoll: Fast drei Viertel der Jugendlichen machen sich Sorgen um ihre finanzielle Zukunft. Dabei sind Frauen mit 79 Prozent besorgter als Männer mit 66 Prozent.
Beim Geldanlegen verlassen sich die jungen Leute mehrheitlich auf die Klassiker: Zu zwei Dritteln wird das Geld aufs Sparbuch oder ein Sparkonto geschafft oder in einen Sparplan angelegt. Mit deutlichem Abstand folgen Tagesgeldkonto (34 Prozent), das Bausparen (25 Prozent) sowie die Riester-Rente (15 Prozent) und Lebensversicherungen (11 Prozent). Die Geldanlage in Aktien und Fonds ist mit 9 Prozent bei jungen Leuten weniger gefragt als noch im Vorjahr mit 15 Prozent. Hier wirke wahrscheinlich noch die Finanz- und Wirtschaftskrise nach.
Bei den Sparzielen der Jugendlichen stehen konkrete Konsumwünsche wie Führerschein, Auto oder Reisen mit 49 Prozent an erster Stelle. Immerhin ein Drittel der Jugendlcihen legen aber auch Geld für ihre Ausbildung, Studium oder Praktika zurück. 26 Prozent der Jugendlichen sparen bereits für ihre Altersvorsorge. Interessant: Für junge Frauen steht beim Sparen die eigene Ausbildung (37 Prozent) und Altersvorsorge (29 Prozent) stärker im Fokus als für junge Männer (Ausbildung 29 Prozent; Altersvorsorge 24 Prozent).
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