Ein Haus ist die beste Altersvorsorge – wird in aller Regel geraten. Doch angesichts von künftigen Minirenten kann es sein, dass man im Alter das Geld für den Unterhalt des Hauses, für Reparaturen und Nebenkosten nur noch mit Mühe aufbringen kann. Kommen noch zusätzliche Belastungen zum Beispiel durch eine Pflegebedürftigkeit hinzu, können die Reserven schnell aufgebraucht sein. Damit am Lebensabend in solchen Situationen noch genügend Geld vorhanden ist, kann man sein Haus oder seine Wohnung verrenten. Die Immobilien-Verrentung hat aber auch Nachteile, die man kennen sollte.
Bei der Immobilienverrentung wird das Haus oder die Wohnung verkauft, obwohl man noch darin wohnt. Vorteil: Man muss im Alter nicht seine gewohnte Umgebung verlassen, kann in seinen eigenen vier Wänden bleiben – und bekommt darüber hinaus noch eine Rente gezahlt.
Wohnrecht plus Geld
Laut Immowelt werden verschiedene verschiedene Modelle angeboten: In einem Fall wird die Immobilie an den Anbieter übertragen, der im Gegenzug ein lebenslanges Wohnrecht einräumt und eine monatliche Rente zahlt. Diese richtet sich nach dem Wert der Immobilie sowie dem Alter des Eigentümers, so das Immobilienportal Immowelt.de. Zusätzlich wird ein Risikoabschlag vorgenommen. Ein 68-Jähriger, der seine Immobilie mit einem Wert von 600.000 Euro verrentet, kann so zum Beispiel eine monatliche Zusatzrente in Höhe von 750 Euro erhalten.
Umkehrhypothek
Eine weitere Variante ist die so genannte Umkehrhypothek: Dabei beleiht der Hausbesitzer seine Immobilie bei einer Bank, die dieses Produkt anbietet: Er erhält eine Einmalzahlung oder wahlweise eine monatliche Rente. Folge: Im Laufe seines restlichen Lebens steigt seine Verschuldung stetig. Nach seinem Tod können seine Erben entweder die Hypothek ablösen oder die Immobilie wird verkauft.
Nachteile
Beide Modelle sind vor allem für Immobilieneigentümer überlegenswert, die keine Erben haben. Allerdings gibt es auch Nachteile: Zum einen ist die Zusatzrente - gemessen am Immobilienwert - eher gering. Die Umkehrhypothek ist relativ teuer. Damit müssten die Erben, so sie die Immobilie nach dem Tod des Erblassers behalten wollen, eine hohe Summe zur Tilgung der Umkehrhypothek zahlen.
Rüstige Hauseigentümer sollten deshalb die Angebote genau durchrechnen und auch Alternativen in Erwägung ziehen - auch den Verkauf der Immobilie. Denn mit dem Erlös lässt sich oft eine kleine seniorengerechte Wohnung finanzieren und es bleibt außerdem noch genügend Geld für den geruhsamen Lebensabend übrig.
(Mit Informationen von Immowelt)



