Kredit- und ec-Karten machen es heutzutage möglich, dass man sich auch im Provinzstädtchen in Südostasien an Geldautomaten mit der Urlaubswährung eindecken kann. Auch bei der Shoppingtour muss man keine größeren Bargeldbestände mit sich tragen. Doch dieser Komfort kostet – nämlich Gebühren.
Deutsche Bankkunden können mit der ec-Karte an weltweit rund elf Millionen Akzeptanzstellen bezahlen. Auch die Produkte der großen Kreditkartenorganisationen können praktisch überall auf der Welt eingesetzt werden. So verfügt beispielsweise der Kreditkartenherausgeber Visa über 24 Millionen Geschäfte, Hotels, Banken und andere Partner, die die Visa-Karte als Zahlungsmittel akzeptieren. Neben der Anzahl der Akzeptanzstellen ist insbesondere auf die Kosten zu achten.
Die Gebühren beim Bezahlen in Geschäften oder Hotels hängen vor allem davon ab, ob innerhalb oder außerhalb der Euro-Zone bezahlt wird. Beim bargeldlosen Bezahlen mit der ec-Karte und der Kreditkarte in den Euro-Ländern wird generell keine Gebühr in Rechnung gestellt. Wer dagegen in fremden Währungsgebieten – hierzu zählen auch elf EU-Staaten – mit einer der beiden Plastikkarten bezahlt, muss beim Umrechnen in Euro mit einem Kursaufschlag von einem bis zwei Prozent rechnen. Die Stiftung Warentest rät, kleinere Beträge besser mit der Kreditkarte zu begleichen, da bei ec-Karten im Regelfall eine Pauschale von mindestens 0,75 bis ein Euro erhoben wird.
Automaten-Geld ist teuer
Größere Kostenunterschiede gibt es bei der Bargeldbeschaffung. Selbst in Euro-Ländern kann diese zum teuren Vergnügen werden. Denn neben einem Auslandseinsatz-Entgelt für Fremdwährungen verlangen viele Banken und Kreditkartenunternehmen zusätzliche Gebühren für das Bargeldziehen. So betragen die Mindestgebühren für den Einsatz der Kreditkarte am Geldautomaten in der Regel fünf bis sechs Euro. Die Gebühren für die Bargeldabhebung mit der ec-Karte liegen mit 2,50 bis fünf Euro meist darunter. Kunden von Direktbanken bekommen mit der Kreditkarte eine kostenlose Alternative zur ec-Karte. So fällt bei den in Verbindung mit einem Girokonto herausgegebenen Kreditkarten von Comdirect, DKB, ING-DiBa und Volkswagen Bank direct in den Euro-Ländern keine Geldautomatengebühr an. Ein Favorit für Weltenbummler ist seit Jahren die Sparcard der Postbank, mit der man an weltweit einer Million Visa-Plus-Automaten zehn Mal pro Jahr gebührenfrei Bargeld holen kann.
Bietet die Bank keine Kreditkarte mit kostenfreier Bargeldversorgung, verrät ein Blick ins Preisverzeichnis oder die Nachfrage beim Kundenbetreuer, welche Karte die günstigere Alternative ist. Aber auch die teurere Karte sollte mit auf Reisen gehen. Vor allem bei exotischen Zielen raten Verbraucherschützer, mindestens eine Alternative zu haben, für den Fall, dass eine Karte nicht nutzbar sei. Bei längeren Auslandsaufenthalten ist es außerdem sinnvoll, das Kreditkarteninstitut zu informieren, damit dieses die Karte nicht wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten sperrt. Zudem gehört in jede gute Reisekasse natürlich ein Notgroschen in Auslandswährung; sei es für die erste Taxifahrt zum Hotel oder für eine Erfrischung auf dem Flughafen.
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