Fast die Hälfte aller Bundesländer will die Grunderwerbsteuer anheben oder hat dies bereits getan. Für Immobilienkäufer wird das Traumhaus dadurch teurer. Doch man kann gegensteuern.
Bauherren und Immobilienkäufer müssen beim Erwerb von Eigentum mit höheren Kosten rechnen. In diesem Jahr haben Bremen, Niedersachsen, Brandenburg, Thüringen, das Saarland und zum 1. Oktober Nordrhein-Westfalen die Grunderwerbsteuer erhöht. In weiteren Bundesländern ist eine Anhebung geplant. Mit Beginn des neuen Jahres wollen Schleswig-Holstein und am 1. März 2012 Rheinland-Pfalz folgen. Beide Bundesländer berechnen künftig 5 Prozent Grunderwerbsteuer. Sachsen-Anhalt und das Saarland, die ihre Steuersätze bereits kürzlich erhöht hatten, planen bis spätestens Januar 2013 die Anhebung auf 5Prozent.
Wer den Kauf einer Immobilie plant, kann den Kaufvertrag noch vor Anhebung der Steuer unterzeichnen. Ist dies nicht mehr möglich oder kauft man die Immobilie in einem Bundesland, das bereits die Grunderwerbsteuer erhöht hat, gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Kaufpreis zu verringern. Darauf weisen die Baufinanzierungsexperten der Deutschen Bank hin und geben folgende Tipps:
Grundstück separat kaufen: Beim Bau eines neuen Hauses kann der Käufer das Grundstück getrennt vom Haus kaufen. Sind Grundstücksverkäufer und Baugesellschaft nicht identisch, fällt Grunderwerbsteuer nur auf das Grundstück und nicht für das Objekt selbst an.
Inneneinrichtung vom Objektpreis trennen: Zur Wohnung gehörende Einrichtungsgegenstände und Einbauten fließen nicht in den Objektpreis ein, wenn sie über einen separaten Vertrag gekauft werden. Möglich sind Extraverträge beispielsweise für exklusive Bäder, Einbauküchen oder Kamine.
Eigenleistung einsetzen: Bauherren können selbst handwerkliche Tätigkeiten übernehmen. Diese mindern in der Regel den Kaufpreis.
Außerdem hilft eine gute Beratung, finanziellen Vorteile auszuschöpfen und sich niedrige Zinsen für sein Traumhaus zu sichern. So bekomemn Häuslebauer Immobilienkredite aktuell (Oktober 2011) bei einer Zinsbindung von zehn Jahren zu einer effektiven Verzinsung von deutlich unter 4 Prozent.



