Mit den ersten Sonnenstrahlen sieht man sie wieder auf deutschen Straßen - die Cabriolets. Rund 1,6 Millionen sind hierzulande registriert, das entspricht vier Prozent aller privaten Fahrzeuge in der Bundesrepublik. Bevor aber die alljährliche Freiluftsaison beginnt, sollten Cabrio-Fahrer ihren Kaskoschutz genau überprüfen. Denn nach aktuellen Daten des unabhängigen Verbraucherportals toptarif.de kann sich die Vollkaskoversicherung gerade für gebrauchte Cabrios finanziell lohnen.
Besseren Versicherungsschutz für weniger Geld - diese Rechnung geht in bestimmten Fällen tatsächlich auf. „Gerade bei Cabrios kann es vorkommen, dass das Fahrzeug eine niedrige Typklasse in der Vollkasko, aber durch das erhöhte Diebstahlrisiko eine relativ hohe Typklasse in der Teilkasko aufweist", erklärt Versicherungsexperte Thorsten Bohg von toptarif.de.. Während der Beitrag in der Teilkaskoversicherung immer bei 100 Prozent liegt, wird in der Vollkaskoversicherung jedes unfallfreie Jahr honoriert. Das heißt: Je länger ein Fahrer unfallfrei ist, desto vorteilhafter wird die Vollkaskoversicherung. „Wohnt der Fahrzeughalter zudem an einem Ort, an dem eine hohe Regionalklasse in der Teilkasko, aber eine niedrige in der Vollkasko gilt, so kann die Vollkasko sogar weniger kosten als die Teilkasko", so Bohg.
Aber nicht nur im Fall eines hohen Preisvorteils lohnt der Wechsel in die Vollkasko, bietet sie doch einen weitaus besseren Schutz vor allem gegen Vandalismusschäden. „Der Wechsel in die Vollkasko ist in der Regel auch mitten im Vertragszeitraum möglich, da es sich um eine Erweiterung des Versicherungsschutzes handelt", führt Bohg aus. „Fahrzeughalter sollten die Möglichkeiten eines Tarifvergleichs nutzen und auch mal bei ihrer Versicherung nachfragen, ob sich der unterjährige Wechsel in die Vollkasko für sie finanziell lohnt."
Wird das Cabrio als Zweit- oder Drittwagen nur im Sommer genutzt, kann ein Saisonkennzeichen aus Kostengründen sinnvoll sein. Laut aktueller Umfrage der Automobil-Community motortalk.de nutzen immerhin 27 Prozent der Cabriofahrer diese Möglichkeit. „Beiträge fallen in diesem Fall nur im Anmeldezeitraum an, in der restlichen Zeit gilt der Ruheversicherungsschutz", so Bohg. „Allerdings sollte das Cabrio für mindestens sechs Monate zugelassen werden. Ist der Zeitraum kürzer, erhält der Fahrzeughalter keine Rabatte für unfallfreies Fahren."
Bei selbervorsorgen.de: Das kann man mit den Versicherungen in finanziellen Notlagen tun



