Wintersport-Trends: Airboard, Zorb & Co. - Nichts für Angsthasen

Wintersport-Trends: Airboard, Zorb & Co.

Nichts für Angsthasen


Mit dem Holzschlitten relativ gemächlich den Hang  runterrutschen? Das war gestern. Airboard, Zorb oder Snowtubing heißen die aktuellen Trendsportarten im bevorstehenden Winter – mit denen man sogar manchem eingefleischten Ski-Hasen noch Respekt abringt.

Denn dabei geht es mit abenteuerlichen Sportgeräten in rasanter Fahrt teilweise kopfüber den Hang hinab. Doch jede Sportart hat auch ihre Risiken. arauf weist die  Württembergische Versicherung hin. Damit nicht auf der Unfallstation einer Klinik im Skigebit das böse Erwachen kommt, sollte man auch als Trendsetter auf der Piste  mindestens halbwegs  trainiert und mit sicherer Ausrüstung starten.

Fast jedes Jahr sind neben den eingeführten auch neue Sportvergnügungen auf den Wintersportplätzen zu beobachten. Beim Snowtubing zum Beispiel muss ein Reifen für die Schussfahrt herhalten, während sich der Sportler beim Skikjöring auf glatten Flächen von einem Pferd oder Rentier schleppen lässt. Ein erhöhtes Risiko ist mit dem Trendsport Airborden verbunden. Dabei geht es mit luftgefüllten High-Tech-Brett bäuchlings den Hang hinunter. Schon für Kenner ist das Gerät nicht ungefährlich, erst recht jedoch für Anfänger. Und wer schließlich mit einem Zorb die Piste runterrollen will, braucht man einen guten Magen. Die transparente, luftgefüllte Kunststoffkugel mit einem Durchmesser von rund drei Metern ist im Inneren mit einer weiteren Kugel, der eigentlichen Passagierkabine, ausgestattet. In dieser geht es dann, begleitet von zahlreichen Überschlägen und Hüpfern, den Berg hinab.  

Sichere Technik gehört dazu 
Doch schon bei den traditionellen Arten des Wintersports, insbesondere dem Alpinski, gibt es genügend Unfälle, auch wenn ihre Zahl über mehrere Jahre konstant geblieben ist. Dabei ist nur noch ein Fünftel der Verletzungen auf Ausrüstungsmängel zurückzuführen. Das freiwillige Tragen von Helmen sowie deutliche technische Verbesserungen bei Schuhen und Bindungen haben sicher viele Sportler vor Schlimmerem bewahrt. Inzwischen tragen, laut Schweizer Beratungsstelle für Unfallverhütung, rund 63 Prozent der Skifahrer und 71 Prozent der Snowboarder einen Helm. Dieser sollte, um sicherzugehen, dass er die entsprechenden Mindestanforderungen erfüllt, dem Sicherheitsstandard EN 1077 entsprechen.

Experten gehen davon aus, dass die Unfallzahlen bei einer gezielten Vorbereitung auf die Wintersportsaison noch weiter zurückgehen können. Wer eine gute Kondition besitzt, Muskeln und Stützapparat durch ein spezielles Skigymnastiktraining auf die hohen Belastungen im Schnee eingestellt hat, ist vor Verletzungen eher gefeit.  

Bei einem Skiunfall sollten unbedingt Name und Adresse von Beteiligten und Zeugen notiert werden. Das ist wichtig, falls bei einem späteren Rechtsverfahren ein Mitverschulden zu klären ist, zum Beispiel bei einer Kollision zweier Skifahrer. Nach den Regeln des Internationalen Skiverbands (FIS) muss jeder Skifahrer oder Snowboarder, ob beteiligt oder als Zeuge, im Falle eines Unfalls seine Personalien angeben. Damit es erst gar nicht zum Unfall kommt, sollten alle Wintersportler von vorneherein die Verhaltensregeln des FIS beachten.

Vorbeugen ist besser… 
Trotz immer besseren Materials und meist optimal präparierter Pisten bleibt die Tatsache, dass der menschliche Körper für rasante Abfahrten, enge Kurvenfahrten und permanente Erschütterungen eigentlich nicht "gebaut" ist. Die größte Schwachstelle ist das Knie: Seiten-, Innen- und Kreuzbänder sowie der Meniskus halten die starken Belastungen bei einem Sturz nicht immer aus. Selbst ein ungeschicktes Umfallen bei langsamem Tempo oder sogar im Stehen kann die Bänder bereits zerren. Dazu kommt, dass sich viele nur einmal jährlich im Skiurlaub auf die Bretter wagen. Die Wirbelsäule führt dann Bewegungen aus, die sie im Alltag nicht leisten muss. Bandscheiben und Gelenke bekommen ungewohnte Schläge ab.

Zu den häufigsten Verletzungen zählen bei Snowboardern Unterarmbrüche sowie Handgelenksverletzungen, während es bei Skifahrern in erster Linie Knie, Oberarme und Schultern trifft. Neben einem Helm empfehlen Experten insbesondere Anfängern einen speziellen Rückenschutz, der zusätzlich die Kälte abhält.

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